Ig bau tarifvertrag 2020 pdf

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Das deutsche System der Arbeitsbeziehungen wurde in der Nachkriegszeit in Westdeutschland geprägt; Die Übertragung des westdeutschen Systems der Arbeitsbeziehungen auf den östlichen Teil des Landes nach der Wiedervereinigung ist nach wie vor eine Herausforderung, da der Osten durch einen Mangel an großen produzierenden Unternehmen und eine Dominanz kleiner und mittlerer Betriebe (KMU) gekennzeichnet ist. Die Tarifabdeckung sowie die Betriebsratsabdeckung sind im Osten des Landes deutlich niedriger geblieben. 2017 waren 57 % der westdeutschen Arbeitnehmer tarifvertraglich betroffen, gegenüber 44 % der ostdeutschen Arbeitnehmer; Der Anteil der Arbeitnehmer in Betrieben mit Betriebsrat lag in West- und 33 % in Ostdeutschland bei 40 %. Das Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG) enthält verschiedene alternative Formen der Streitbeilegung. Üblicherweise ist das Schlichtungsverfahren (Güteverhandlung). In diesem Fall einigen sich der Richter und die Konfliktparteien auf eine außergerichtliche Einigung. Wenn keine Einigung erzielt werden kann, geht der Fall vor Gericht zurück. Die Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften hat die Rolle der außergerichtlichen Mediation gestärkt. Die Richter können einen Richter ernennen, der nicht in das Gerichtsverfahren für das Schlichtungsverfahren involviert ist (Güterichter); vorbehaltlich der Zustimmung der Konfliktparteien sind auch ein außergerichtlicher Mediator für die Vermittlung des Konflikts. Kann keine Einigung erzielt werden, so ist der Fall vom Arbeitsgericht zu entscheiden. Ab 2017 sind Tarifverhandlungen und Betriebsratsabdeckung enden in der Kernzone des Systems der Arbeitsbeziehungen – große Fertigungsunternehmen – noch immer stark und im privaten Dienstleistungssektor deutlich schwächer.

In Westdeutschland sind rund 41 % aller Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe tarifvertraglich betroffen und werden auch durch einen Betriebsrat vertreten – gegenüber nur 19 % aller westdeutschen Dienstleistungsbeschäftigten und nur 11 % aller Bauarbeiter (Daten aus dem Jahr 2016 – Kohaut/Ellguth 2017). Die Grundstrukturen des deutschen Systems der Arbeitsbeziehungen haben sich seit seiner Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg nicht verändert. Das Grundgesetz (GG) und das Tarifvertragsgesetz von 1949 (TVG) garantieren die Koalitionsfreiheit und die Autonomie von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden/Einzelarbeitgebern beim Abschluss verbindlicher Tarifverträge. Die Interessenvertretung der Arbeitnehmer ist durch das Betriebsverfassungsgesetz von 1952 (geändert 1972, Betriebsverfassungsgesetz, BetrVG) bzw. das Personalvertretungsgesetz von 1955 geregelt, das das Recht vorsieht, eine Arbeitnehmervertretung in Betrieben und öffentlichen Verwaltungseinheiten mit mindestens fünf Beschäftigten zu wählen und die Beratungs- und Mitbestimmungsrechte zu definieren. In der Tarifrunde 2015 einigten sich die Sozialpartner der Gewerkschaft Metall und Maschinenbau auf die Aufnahme von bezahltem Ausbildungsurlaub in die Branchenvereinbarung.

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